Der Luzerner Hans Erni (21.02.1909 bis 21.03.2015) gehört zu den bekanntesten Schweizer Malern, Grafikern und Bildhauern. Aus seiner Feder stammen zahlreiche Lithografien, wie rund 300 Plakate und mehrere Wandbilder (für das Schweizerische Rote Kreuz, das IOC, die UNO, UNESCO sowie viele öffentliche Institutionen und private Unternehmen). Er illustrierte rund 200 Sachbücher, Enzyklopädien und literarische Werke und schuf Entwürfe für rund 90 Briefmarken. Schliesslich gestaltete er auch für die Schweizerische Nationalbank drei Reserve-Banknoten und eine Goldmünze für ein Schweizer Hilfswerk.

Video zu Hans Erni

Andres Furger äussert sich zum Landibild des Künstlers aus dem Jahre 1939 und zu seiner Rolle in der Zeit des Kalten Krieges. Die Filmsequenzen stammen aus dem Film «Hans Erni – ein Jahrhundertkünstler von Raphaël Blanc unter Mitarbeit von Jean-Philippe Rapp» aus dem Jahr 2009.

SRF Kultur im Gespräch mit Andres Furger

vom 12.04.1992 (direkt zum Beitrag ab Minute 11:31)

Die Schweiz war im 20. Jh. eine Drehscheibe des internationalen Handels mit gestohlenen Kulturgütern. Um 1990 beauftrage Bundesrat Flavio Cotti, Vorstehen des Departements des Inneren, Andres Furger als Direktor des Schweizerischen Landesmuseum mit Juristen und anderen Fachleuten einen Bericht zur Lage zu verfassen und Stellung zur UNESCO-Konvention von 1970 zu nehmen. Das war der Anlass zum Interview von Charles Clerc im Jahre 1992. Dieses internationale Übereinkommen über Massnahmen zum Verbot und zur Verhütung der rechtswidrigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut ratifizierte die Eidgenossenschaft schliesslich im Jahre 2003.

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